Zum Vergrößern bitte das jeweilige Bild anklicken 

Architekturplakate zur deutschen Baukunst

 Zum Vergrößern bitte das jeweilige Bild anklicken 
Köln, Dom

Köln, Dom
70 x 100 cm
AP 545 -> Bestellen

Der Dom zu Köln (nach S.Boisserée)

Der Dom zu Köln (nach S.Boisserée)
68,7 x 100 cm
AP 415 -> Bestellen

Das Alte Weimar

Das Alte Weimar
70 x 100 cm
AP 548 -> Bestellen

Weimar zur Goethezeit

Weimar zur Goethezeit
59,4 x 84,1 cm
AP 340 -> Bestellen

Kloster Chorin

Kloster Chorin
59,4 x 84,1 cm
AP 341 -> Bestellen

Wörlitz, Schloß

Wörlitz, Schloß
84,1 x 59,4 cm
AP 334 -> Bestellen

Wörlitz, Gotisches Haus

Wörlitz, Gotisches Haus
84,1 x 34 cm
AP 335 -> Bestellen

München, Schloß Nymphenburg

München, Schloß Nymphenburg
59,4 x 84,1 cm
AP 364 -> Bestellen

München, Schloß Nymphenburg

München, Schloß Nymphenburg
100 x 37 cm
AP 365 -> Bestellen

Würzburg, Residenz

Würzburg, Residenz
100 x 37 cm
AP 333 -> Bestellen

Deutschland - DresdenPosterPosterPosterImpressumDeutsche Architekten

Deutsche Baukunst: Kathedralen, Residenzen und Reformarchitektur

Diese Architekturplakate führen von der mittelalterlichen Backsteingotik Brandenburgs über den Kölner Dom bis zu den Residenzen des Barock und den klassizistischen Reformideen der Aufklärung. Köln, Weimar, Chorin, Wörlitz, München und Würzburg stehen dabei nicht nur für unterschiedliche Regionen, sondern auch für grundverschiedene Bauaufgaben: Kathedrale und Kloster, Stadthaus und Schloss, höfische Repräsentation und aufgeklärtes Landhaus. Die präzisen Fassadenzeichnungen und vergleichenden Übersichten machen sichtbar, wie sich Konstruktion, Stil und gesellschaftlicher Anspruch über Jahrhunderte wandelten.

AP 545 und AP 415 · Der Kölner Dom und die Idee seiner Vollendung

Der Grundstein des heutigen Kölner Doms wurde 1248 gelegt. Der hochgotische Neubau sollte einen angemessenen Ort für den Dreikönigenschrein schaffen; 1322 wurde der Chor geweiht. Nach dem weitgehenden Stillstand der Arbeiten im 16. Jahrhundert blieb der Dom über Jahrhunderte unvollendet. Erst 1842 begann nach einer mehr als dreihundertjährigen Baupause die Vollendung, die 1880 abgeschlossen wurde. Trotz dieser ungewöhnlich langen Entstehungszeit folgt der Bau mit seiner fünfschiffigen Basilika, dem Querhaus und der monumentalen Doppelturmfassade einer bemerkenswert einheitlichen gotischen Gesamtidee.

AP 545 zeigt die ausgeführte Westfassade mit ihren beiden filigran durchbrochenen Türmen, den tief gestaffelten Portalen und dem dichten Maßwerk. AP 415 geht auf die historische Vorstellung „Der Dom zu Köln“ nach Sulpiz Boisserée zurück. Boisserée begann 1808, den unvollendeten Bau zu vermessen und zu zeichnen. Die 1814 und 1816 wiederentdeckten Teile des mittelalterlichen Fassadenplans stärkten seine Kampagne für eine Vollendung „nach ursprünglichem Plane“. Sein zwischen 1821 und 1831 veröffentlichtes „Domwerk“ verbreitete diese Vision weit über Köln hinaus. Das Blatt dokumentiert deshalb nicht nur ein Bauwerk, sondern auch die romantische Wiederentdeckung der Gotik und eine der bedeutendsten Denkmaldebatten des 19. Jahrhunderts.

AP 548 und AP 340 · Weimar als gebaute Kulturgeschichte

„Das Alte Weimar“ AP 548 versammelt Architektur aus der Residenz des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach von 1250 bis 1850. Kirchen, Bürgerhäuser, Palais, Stadttore und Schlossbauten werden als farbige Einzelansichten zu einem Stadtporträt geordnet. AP 340 konzentriert sich dagegen auf die höfische und bürgerliche Architektur der Weimarer Klassik zwischen 1750 und 1825. Zusammen zeigen beide Blätter, dass Weimars kulturelle Bedeutung nicht an einem einzigen Monument hängt, sondern aus dem Zusammenspiel von Wohnhäusern, öffentlichen Bauten, Residenzen und Gartenarchitekturen entstand.

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert wurde die kleine Residenz zu einem europäischen Zentrum des Geisteslebens. Herzogin Anna Amalia und Herzog Carl August förderten ein Umfeld, das mit Goethe, Schiller, Herder und Wieland verbunden ist. Zu dem 1998 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommenen Ensemble „Klassisches Weimar“ gehören unter anderem Goethes und Schillers Wohnhäuser, das Wittumspalais, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, das Stadtschloss und die Stadtkirche mit Herderhaus und Altem Gymnasium. Die typologischen Gegenüberstellungen der Plakate lassen erkennen, wie höfische Repräsentation und bürgerliche Maßstäblichkeit gemeinsam das Stadtbild prägen.

AP 341 · Kloster Chorin und die norddeutsche Backsteingotik

Das Zisterzienserkloster Chorin wurde 1273 an seinen heutigen Ort verlegt; im selben Jahr begann der Bau der Klosterkirche. Nach dem polygonalen Chor entstand ab etwa 1280 die berühmte Westfassade, deren hoher Mittelgiebel um 1300 vollendet gewesen sein dürfte. AP 341 isoliert diese Schauseite: Spitzbogenfenster, Blendarkaden, Rosette und gestaffelte Giebel werden allein aus den Möglichkeiten des geformten und gebrannten Ziegels entwickelt. Die flächige, zugleich fein rhythmisierte Komposition macht Chorin zu einem Schlüsselwerk der norddeutschen Backsteingotik.

Nach der Aufhebung des Klosters 1542 verfielen Teile der Anlage. Im frühen 19. Jahrhundert setzte sich Karl Friedrich Schinkel für ihren Erhalt ein und leitete Sicherungsmaßnahmen ein. Chorin wurde damit auch zu einem frühen Schauplatz preußischer Denkmalpflege. Das Poster verbindet die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser mit der späteren Wertschätzung der Ruine als historisches Monument.

AP 334 und AP 335 · Schloss Wörlitz und das Gotische Haus

Für Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau entwarf Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff Schloss Wörlitz, das von 1769 bis 1773 nach neueren englischen Vorbildern errichtet wurde. Als erster rein klassizistischer Schlossbau auf dem europäischen Festland markiert es einen bewussten Bruch mit barocker Prachtentfaltung. AP 334 zeigt die klare Hauptfassade: Ein korinthischer Säulenportikus und der Dreiecksgiebel ordnen den breit gelagerten Bau, während die zurückhaltende Gliederung Vernunft, Maß und Antikenbezug der Aufklärung verkörpert.

AP 335 stellt diesem Klassizismus das Gotische Haus gegenüber. Der Bau wurde ab 1773 nach Vorstellungen des Fürsten und Entwürfen Erdmannsdorffs und Georg Christoph Hesekiels mehrfach erweitert und bis 1813 verändert. Seine Wasserseite nimmt die venezianische Kirche Madonna dell’Orto zum Vorbild, die Gartenseite orientiert sich an englischer Tudorgotik. Damit gehört das Haus zu den frühesten neugotischen Bauten Deutschlands. Beide Wörlitzer Blätter zeigen, wie der Landschaftsgarten Architektur verschiedener Epochen als Träger von Bildung, Erinnerung und Stimmung einsetzte.

AP 364 und AP 365 · Schloss Nymphenburg in Detail und Panorama

Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern und Henriette Adelaide von Savoyen beauftragten Agostino Barelli 1664 mit dem Bau eines Landschlosses anlässlich der Geburt des Thronfolgers Max Emanuel. Dieser ließ die Anlage ab 1701 durch Henrico Zuccalli um seitliche Galerien und Wohnpavillons erweitern. Ab 1715 schuf Joseph Effner die anschließenden vierflügeligen Nebengebäude und modernisierte den Mittelbau nach französischem Vorbild. Aus dem kompakten Landsitz wurde so eine weit gespannte Sommerresidenz des bayerischen Hofes.

AP 364 richtet den Blick auf den plastisch gegliederten Mittelbau mit seiner repräsentativen Freitreppe und den hohen Rundbogenfenstern. AP 365 zeigt dagegen die langgestreckte Gartenfront als Panorama: Der zentrale Corps de Logis wird durch niedrige Galerien mit symmetrischen Pavillons verbunden. Gerade im Vergleich der beiden Formate wird Effners architektonisches Prinzip verständlich – ein hervorgehobenes Zentrum, eingebunden in eine weit ausgreifende, horizontal geordnete Gesamtanlage.

AP 333 · Die Würzburger Residenz als barockes Gesamtkunstwerk

Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn übertrug 1720 dem jungen Balthasar Neumann die Planung der Würzburger Residenz. Der Rohbau entstand bis 1744, die Ausstattung wurde bis 1780 vollendet. Neumann koordinierte dabei Beiträge bedeutender Architekten aus Deutschland und Frankreich sowie zahlreicher Bildhauer, Stuckateure und Maler. Zu ihnen gehörte Giovanni Battista Tiepolo, dessen Fresken im Treppenhaus und Kaisersaal Architektur und Malerei zu einer überwältigenden Raumwirkung verbinden.

AP 333 zeigt die lange, streng symmetrische Gartenfassade. Ihre vielen Fensterachsen werden durch vorspringende Pavillons und den hervorgehobenen Mittelbau rhythmisiert; die bewegte Dachzone und der reiche plastische Schmuck lösen die monumentale Front in ein fein abgestuftes Relief auf. Die Residenz, seit 1981 UNESCO-Welterbe, gilt als eines der bedeutendsten europäischen Barockschlösser und als Höhepunkt jener Baukultur, in der Architektur, Ausstattung und höfisches Zeremoniell zu einem Gesamtkunstwerk verschmolzen.